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Kranzniederlegung am 10.11.2022

19.11.2022 16:06
von Torsten Trommer

Die Nacht vom 9. zum 10. November 1938 ist als eines der dunkelsten Kapitel in die deutsche, aber auch Plauener Geschichte eingegangen. Die sogenannte „Reichspogromnacht" gilt als Beginn des Holocausts, dem nationalsozialistischen Völkermord an den Juden. 6 Millionen von ihnen, das waren ca. zwei Drittel der damals in Europa lebenden Juden, wurden in dieser Zeit Opfer des radikalen Antisemitismus der Nationalsozialisten. In dieser leidvollen Nacht vor 84 Jahren wurden im Deutschen Reich über 1.400 Synagogen und Betstuben in Brand gesteckt, über 1.300 Juden ermordet und fast 7.500 Geschäfte, Wohnungen und andere Einrichtungen mit jüdischem Bezug zerstört.
Jedes Jahr am 10.11. wird auch in Plauen der Reichspogromnacht gedacht, in der die erst 1930 geweihte Plauener Synagoge Opfer sinnloser, ideologischer Zerstörung wurde. Am ehemaligen Standort Ecke Engelstraße/Senefelderstraße erinnert eine Gedenktafel an das einst moderne Gebäude im Bauhausstil, das jüdisches Leben in Plauen prägte.
Schülerinnen und Schüler der Klasse Newton legten zur Gedenkveranstaltung am 10.11.22 einen Kranz nieder. Besonders eindrücklich mahnte Ida Findeis in ihrer Rede die 120 Besucher alles dafür zu tun, dass sich das Unrecht des Holocausts nicht wiederholt. Ebenfalls sprach sie sich dafür aus, dass Antisemitismus keinen Platz in Deutschland und auf der gesamten Welt haben darf!
Besondere Gäste zur Gedenkveranstaltung waren der Chemnitzer Rabbiner Dannyel Morag und Dr. Ruth Röcher von der jüdischen Gemeinde Chemnitz.

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